Grundstückspreise Liste Österreich 2025
Aktuelle Grundstückspreise in Österreich als übersichtliche Liste: Preise pro m² nach Bundesland & Bezirk. Jetzt Grundstückswert kostenlos berechnen!
Inhaltsverzeichnis
Grundstücksmarkt Österreich 2025/2026
Wie viel kostet ein Grundstück in Österreich? Die Antwort hängt stark davon ab, wo man sucht: Die Preise variieren je nach Bundesland, Lage und Nutzungsart enorm – von unter 100 Euro pro m² in ländlichen Teilen der Steiermark bis über 1.000 Euro pro m² in Wien und dem Salzburger Stadtgebiet. Im österreichweiten Durchschnitt liegt der Quadratmeterpreis für Baugrundstücke aktuell bei rund 368 Euro pro m² (Stand 2026).
Nach dem außergewöhnlichen Boom von 2016 bis 2022, der die Preise um über 130 Prozent ansteigen ließ, folgte eine Phase der Marktberuhigung. Steigende Zinsen und die KIM-Verordnung dämpften die Nachfrage deutlich. Seit dem Auslaufen der KIM-Verordnung per 30. Juni 2025 und den wiederholten EZB-Zinssenkungen erholt sich der Markt jedoch spürbar.
Für 2026 erwarten Experten eine weitgehende Stabilisierung: moderate Anstiege von 0 bis 2 Prozent in Städten und gefragten Lagen, Stagnation oder leichte Rückgänge in strukturschwachen Regionen. Wer ein Baugrundstück kaufen oder verkaufen möchte, sollte sich daher auf Basis aktueller Regionaldaten orientieren.
Grundstückspreise Liste: alle Bundesländer im Überblick
Die folgende Grundstückspreise-Liste zeigt die aktuellen Durchschnittswerte für Bauland in allen neun österreichischen Bundesländern – sortiert vom teuersten zum günstigsten Markt. Die Werte basieren auf Daten von Statistik Austria (Datenstand 2026) und beziehen sich auf normale Wohnlagen für Einfamilienhäuser (600–800 m² Grundfläche).
- Wien: Ø 1.074 €/m² (−4,8 % zum Vorjahr)
- Vorarlberg: Ø 594 €/m² (+1,0 %)
- Salzburg: Ø 511 €/m² (−2,1 %)
- Tirol: Ø 482 €/m² (−4,7 %)
- Oberösterreich: Ø 176 €/m² (+8,1 %)
- Niederösterreich: Ø 152 €/m² (+5,2 %)
- Burgenland: Ø 127 €/m² (+5,7 %)
- Kärnten: Ø 101 €/m² (+5,7 %)
- Steiermark: Ø 94 €/m² (−2,2 %)
KIM-Verordnung ausgelaufen – Grundstückskauf wieder leichter finanzierbar
Seit 1. Juli 2025 ist die KIM-Verordnung ausgelaufen, die seit August 2022 strenge Mindeststandards bei der Wohnbaukreditvergabe vorschrieb. Gleichzeitig hat die EZB die Leitzinsen seit Juni 2024 in mehreren Schritten auf 2,25 Prozent gesenkt. Das verbessert die Finanzierbarkeit von Grundstücks- und Hauskäufen spürbar und belebt die Nachfrage.
- Niedrigere Bauzinsen erleichtern die Finanzierung deutlich
- Mehr Spielraum bei der Kreditvergabe (kein Zwang zu 20 % Eigenkapital mehr)
- Steigende Nachfrage stützt das Preisniveau in Städten und Speckgürteln
Grundstückspreise Liste nach Bundesland – detaillierter Preisspiegel
Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Durchschnittspreise pro m² Bauland für alle neun Bundesländer inklusive Jahresveränderung und langfristiger Entwicklung seit 2016. Alle Werte basieren auf Statistik Austria / grundstueckspreise.at (Datenstand 2026).
| Bundesland | Ø €/m² (2026) | Änderung Vorjahr | Änderung seit 2016 | Bezirke |
|---|---|---|---|---|
| Wien | 1.074 € | −4,8 % | k. A. | 12 |
| Vorarlberg | 594 € | +1,0 % | +99,2 % | 4 |
| Salzburg | 511 € | −2,1 % | +72,3 % | 6 |
| Tirol | 482 € | −4,7 % | +59,2 % | 9 |
| Oberösterreich | 176 € | +8,1 % | +84,5 % | 18 |
| Niederösterreich | 152 € | +5,2 % | +73,1 % | 24 |
| Burgenland | 127 € | +5,7 % | +97,9 % | 9 |
| Kärnten | 101 € | +5,7 % | +50,5 % | 10 |
| Steiermark | 94 € | −2,2 % | +44,9 % | 13 |
Alle Preise in Euro pro m² Bauland, normale Wohnlage (EFH 600–800 m²) | Quelle: Statistik Austria / grundstueckspreise.at, Datenstand 2026
Was beeinflusst den Grundstückspreis?
Der Preis eines Grundstücks ergibt sich aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren – Lage ist dabei der wichtigste, aber nicht der einzige. In Österreich spielt die Widmung eine zentrale Rolle: Nur als Bauland gewidmete Grundstücke dürfen bebaut werden. Grünland oder Ackerland ist erheblich günstiger, eine Umwidmung ist aufwändig und nicht garantiert. Ebenso entscheidend ist die Erschließung: Ein Grundstück mit Anschluss an Strom, Wasser, Kanal und Straße ist wesentlich wertvoller als eine unerschlossene Parzelle.
Weitere wichtige Faktoren sind Größe und Zuschnitt (rechteckige, gut nutzbare Grundstücke erzielen höhere Preise), die erlaubte Bebauungsdichte laut Flächenwidmungsplan sowie die Nähe zu Infrastruktur wie Schulen, öffentlichem Verkehr und Arbeitgebern. Seit 2024 beeinflusst auch das wieder gesunkene Zinsniveau die Nachfrage und damit die Preise – besonders in Städten und deren Speckgürteln.
Preisentwicklung: Wie haben sich die Grundstückspreise entwickelt?
Der österreichische Grundstücksmarkt erlebte von 2016 bis 2022 eine außergewöhnliche Boomphase: Die Preise stiegen um über 130 Prozent, von durchschnittlich 160 Euro/m² auf über 350 Euro/m². Ausgelöst durch historisch niedrige Zinsen und eine hohe Nachfrage entwickelten sich besonders die westlichen Bundesländer und Wien zu extrem teuren Märkten.
Ab Mitte 2022 folgte eine Abkühlung: Die EZB erhöhte die Zinsen deutlich, die KIM-Verordnung schränkte die Kreditvergabe ein. Besonders in Tirol, Salzburg und Wien sanken die Preise leicht. Seit 2025 erholt sich der Markt: Das Auslaufen der KIM-Verordnung und mehrere Zinssenkungen der EZB verbessern die Finanzierbarkeit wieder spürbar. Für 2026 prognostizieren Experten eine Stabilisierung mit moderaten Steigerungen von 0 bis 2 Prozent pro Jahr in gefragten Lagen.
- 2016–2022: +130 % im österreichweiten Durchschnitt
- 2022–2024: Abkühlung durch Zinssteigerung & KIM-Verordnung
- 2025–2026: Erholung – KIM ausgelaufen, EZB-Zinsen gesunken
- Prognose 2026: Stabilisierung, +0 bis +2 % in Städten
Nebenkosten beim Grundstückskauf in Österreich
Zum reinen Grundstückspreis kommen weitere Kosten hinzu, die beim Kauf einzuplanen sind. Insgesamt sollte man mit 8–12 % des Kaufpreises an Nebenkosten rechnen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:
| Kostenart | Höhe | Beispiel bei 200.000 € | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5 % des Kaufpreises | 7.000 € | Ermäßigt (0,5–2 %) bei bestimmten Übergaben |
| Grundbucheintragungsgebühr | 1,1 % des Kaufpreises | 2.200 € | Pflicht bei jeder Eigentumsübertragung |
| Notarkosten / Vertrag | ca. 1–3 % | 2.000–6.000 € | Je nach Komplexität und Notar |
| Maklerprovision | 3 % + 20 % MwSt. = 3,6 % | 7.200 € | Nur wenn Makler beauftragt |
| Erschließungskosten | Individuell | variabel | Bei unerschlossenen Grundstücken einplanen |
Richtwerte 2025/2026 | Keine Steuerberatung – bei Fragen bitte Notar oder Steuerberater konsultieren
FAQ – Grundstückspreise Österreich
Was kostet ein Grundstück in Österreich durchschnittlich?
Der österreichweite Durchschnitt für Bauland liegt aktuell bei rund 368 Euro pro m² (Stand 2026). Die Preise variieren jedoch erheblich: von 94 Euro/m² in der Steiermark bis zu 1.074 Euro/m² in Wien. Innerhalb eines Bundeslandes können die Unterschiede noch größer sein – in Niederösterreich etwa reicht die Spanne von 36 bis 474 Euro/m².
Wo sind Grundstücke in Österreich am günstigsten?
Die günstigsten Grundstückspreise gibt es in der Steiermark (Ø 94 €/m²), gefolgt von Kärnten (Ø 101 €/m²) und dem Burgenland (Ø 127 €/m²). Abseits der Landeshauptstädte sind in diesen Bundesländern Preise unter 100 Euro pro m² noch möglich.
Welche Nebenkosten fallen beim Grundstückskauf an?
Beim Kauf eines Grundstücks in Österreich sind ca. 8–12 % des Kaufpreises als Nebenkosten einzuplanen: 3,5 % Grunderwerbsteuer, 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr, 1–3 % Notarkosten sowie – falls ein Makler tätig war – 3,6 % Provision (brutto). Dazu können Erschließungskosten bei unerschlossenen Parzellen kommen.
Was ist der Unterschied zwischen Bauland und Grünland?
Nur als Bauland gewidmete Grundstücke dürfen bebaut werden. Grünland oder Ackerland ist erheblich günstiger, da eine Umwidmung aufwändig, kostspielig und nicht garantiert ist. Vor dem Kauf unbedingt den Flächenwidmungsplan der jeweiligen Gemeinde prüfen.
Wie haben sich die Grundstückspreise in Österreich entwickelt?
Seit 2016 sind die Grundstückspreise in Österreich um über 130 Prozent gestiegen. Nach der Boomphase bis 2022 und einer Abkühlung in 2023/2024 erholt sich der Markt seit 2025 wieder. Für 2026 erwarten Experten eine Stabilisierung mit moderaten Anstiegen von 0–2 % pro Jahr in Städten und gefragten Lagen.
Wie ermittle ich den Wert meines Grundstücks?
Neben der Orientierung an dieser Grundstückspreise-Liste empfiehlt sich eine individuelle Bewertung, die Lage, Widmung, Erschließung, Größe und aktuelle Marktdaten berücksichtigt. Über unseren kostenlosen Immobilienrechner erhalten Sie in wenigen Minuten eine erste fundierte Einschätzung – unverbindlich und ohne versteckte Kosten.